Ist das etablierte Medikament Ivermectin im Kampf gegen Covid-19 bzw. die Corona-Pandemie ein neuer Hoffnungsträger?

29.12.2020

Zur Bekämpfung von Pandemien bzw. viraler Erkrankungen haben Politiker und Mediziner vier Möglichkeiten:

  • Impfungen – mit der Frage, wie lange sie wirken, wie wirksam sie bei ständig mutierenden Viren sein können, und welche Nebenwirkungen sie haben.
  • Nichts tun, bis eine Herdenimmunität eintritt – wobei die (Über-)Sterblichkeit eine entscheidende Frage ist
  • Neue Medikamente entwickeln – was sehr viel Zeit kostet, wenn es halbwegs sicher sein soll.
  • Vorhandene Medikamente daraufhin prüfen, ob sie gegen neue Viren helfen.

Letzteres könnte bei Covid-19 mit „Ivermectin“ gelungen sein, einem 2015 mit dem Medizin-Nobelpreis gekrönten Medikament gegen Hautmilben (Skabies, Krätze) und Fadenwürmer.

Berichte aus der Fachwelt über Ivermectin vs. Covid-19 / Corona Virus

Die „Gelbe Liste“ schreibt:

„Australische Forscher haben herausgefunden, dass das antiparasitäre
Medikament Ivermectin das Wachstum von SARS-Cov-2 in der Zellkultur
stoppt. Schon in Vergangenheit wurde gezeigt, dass es in vitro die
Replikation anderer Viren (wie HIV, Dengue-Fieber, Influenza und Zika)
verhindert.“

Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen berichtete am 22.12.2020 u.a. über Ivermectin:

„Gegen die Pandemie mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 werden nicht nur Impfstoffe entwickelt, sondern auch vorhandene Medikamente erprobt und neue erfunden.
Im Fokus stehen da insbesondere Arzneimittel, die schon gegen eine
andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung sind. Denn sie
umzufunktionieren kann schneller gelingen als eine grundständige
Neuentwicklung. Pharmaforscher sprechen von einem „Repurposing“ der Medikamente.

Es geht dabei nicht einfach darum, ob die Medikamente gegen Covid-19
wirksam sind oder nicht, sondern genauer, in welchem Krankheitsstadium
sie von Nutzen sind. Medikamente, die im Frühstadium (leichte Infektion
ohne Atemprobleme) hilfreich sind, könnten bei Patienten mit schwerer
Lungenentzündung unwirksam oder sogar schädlich sein – oder umgekehrt.
Manche Medikamente sind möglicherweise gar nicht therapeutisch
einsetzbar, schützen aber vor Ansteckung.

Bereits anderweitig zugelassen, nämlich gegen Milben und parasitische Fadenwürmer (Flussblindheit), sind Medikamente mit Ivermectin,
einem Wirkstoff aus der Forschung von MSD. Er wird in individuellen
Heilversuchen und Studien darauf erprobt, ob er Covid-19-Patienten
helfen kann. Eine retrospektive Auswertung der Therapieverläufe von
Covid-19-Patienten mit und ohne Ivermectin (ICON Trial) der Florida International University
deutet daraufhin, dass Ivermectin das Risiko, an Covid-19 zu sterben,
verringern könnte. … In Bangladesh wurde in einer klinischen Studie die Kombination Ivermectin / Doxycyclin
erprobt, und auch hier deuten die Ergebnisse auf eine Wirksamkeit der
Kombination hin. Als mögliches Präventionsmittel wird Ivermectin zudem
vom französischen Unternehmen MedinCell erprobt.“

Die Deutsche Apotheker-Zeitung schrieb bereits im Juli:

„Bei Suche nach potenten COVID-19-Therapeutika ist auch Ivermectin in
den Fokus des Interesses gerückt. In einem Zellmodell eliminierte
Ivermectin SARS-CoV-2 innerhalb von 48 Stunden so gut wie vollständig. …
In die Studie eingeschlossen waren 116 Patienten mit einem positiven
SARS-CoV-2-Test und einer leichtem bis mittelschweren Ausprägung der
Krankheit. Gruppe A (Ivermectin plus Doxycyclin) verzeichnete eine
Erholungsrate von 100 Prozent mit einer mittleren symptomatischen
Erholungsdauer von 5,9 Tagen und einer negativen PCR nach 8,9 Tagen.“

Die Pharmazeutische Zeitung schrieb bereits im April:

„Australische Forscher berichteten im Fachjournal »Antiviral
Research«, dass Ivermectin in vitro das Coronavirus SARS-CoV-2 gut
hemmen kann. Eine einzige Gabe in infizierte Versuchzellen (Vero-hSLAM)
habe die virale RNA-Last innerhalb von 48 Stunden um das 5000-Fache reduziert.
Nun müsse für einen potenziellen Einsatz bei Patienten mit Covid-19 die
geeignete Dosis gefunden werden, so das Team um die korrespondierende
Autorin Kylie M. Wagstaff vom Biomedicine Discovery Institute der
Monash-University in Clayton.

Bekannt ist, dass Ivermectin mit hoher Affinität an
Glutamat-gesteuerte Chloridkanäle bindet, die in den Nerven- und
Muskelzellen von Wirbellosen vorkommen, jedoch nicht bei Säugetieren.
Frühere In-vitro-Studien zeigen, dass es auch verschiedene virale Enzyme
hemmen kann, darunter die HIV-1-Integrase. Es wird vermutet, dass es
den Import von Virusproteinen in den Zellkern inhibiert und dass dieser
Mechanismus auch bei SARS-CoV-2 zum Tragen kommt.“

Clinicaltrials.gov meldet stand heute 46 klinische Studien zu Ivermectin als Medikament gegen Covid-19.

Warum wird jenseits der Fachwelt nicht über Ivermectin berichtet, für dessen Entwicklung übrigens Willaim C. Campbell 2015 den Nobelpreis für Medizin erhielt?
Diese Frage stellte auch Prof. Dr. Pierre Kory, Intensivmediziner und
Lungenfacharzt, am 08.12.2020 in seiner Anhörung vor dem US Senat, in
der sagte:

  • „Wenn Sie Ivermectin nehmen, werden Sie nicht an Covid-19 erkranken.“
  • „Aus einer Studie in Argentinien kam gestern abend (07.12.2020) das
    Ergebnis: Von 800 Pflegekräften, die prophylaktisch Ivermectin
    erhielten, ist keine einzige an Covid-19 erkrankt. In der
    Vergleichsgruppe von 400 Pflegekräften ohne Ivermectin-Prophylaxe sind
    58% erkrankt.“

Fazit zu Ivermectin (Scabioral) mit Doxycyclin

Da immerda keine medizinsiche Forschungseinrichtung ist und ich
selbst nur ein medizinisch interessierter Journalist bin, geben wir
selbstverständlich keine medizischen Empfehlungen ab. Ich will mein
persönliches Fazit einmal so formulieren:

Falls Angehörige oder Freunde / Bekannte von mir (oder ich selbst)
ernsthaft an Covid-19 erkranken sollten, würde ich die Ärzte um ihre
Einschätzung einer Therapie mit Ivermectin (insbesondere in Kombination
mit Doxycyclin) bitten. Insbesondere vor einem schwerwiegenden und
riskanten Eingriff durch eine künstliche Beatmung ist jede medikamentöse
Behandlung eine Überlegung wert. Durch Fragen wird man selten
uninformierter.

Risikopatienten machen sicherlich keinen Fehler, wenn Sie ihren Haus-
oder Lungenfachärzten diesen Artikel mitsamt Links und Video zeigen und
nach Ivermectin als Prophylaxemöglichkeit fragen.

Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass Ärzte in der
unüberschaubaren Flut medizinischer Veröffentlichungen die Studien und
Erfahrungen mit Ivermectin noch gar nicht wahrgenommen haben.

Ivermectin gibt es zum Beispiel unter dem Namen „Scabioral“ in Apotheken. Den Beipackzettel finden Sie unter ivermectin-beipackzettel-scabioral (pdf, 440kb) als Download.