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So normal wie möglich Leben trotz schwerer Krankheit

Das Projekt „Intensivpflege WGs ‚Quartier Neu Donnerschwee‘ zielt darauf, die Selbstbestimmung und Teilhabe der Bewohner_innen umfassend zu stärken und im Sinne eines inklusiven Stakeholderansatzes (Stakeholder= Betroffene) die Bedürfnisse aller beteiligten Akteure in der Wohngemeinschaft, im Wohnumfeld wie im Quartier zu stärken.

Ziele

– qualitativ ausgezeichnete Pflegeleistungen in einem selbstbetreuten Wohnumfeld sicherstellen

– Selbstbestimmung und Autonomie der Bewohner_innen wahren und stärken

– eine positive und partizipative Lebensgestaltung ermöglichen, sodass die Teilhabe am Quartiersumfeld (wieder) möglich wird

– die Bedürfnisse der Angehörigen berücksichtigen und gemeinsame Zeit qualitativ zu stärken

– eine familienfreundliche Arbeitsstruktur etablieren

– Partizipation am Quartiersleben sicherstellen und dieses prozessual mitgestalten

Erfolge

-> Meilensteine

– erfolgreiche und nachhaltig gesicherte Etablierung von 2 Quartier-WGs im Quartier Neu Donnerschwee mit jeweils drei Bewohner_innen

– positives Feedback aller Stakeholder und bereits vorliegende weitere Nachfrage, die im Quartier auf Realisierbarkeit geprüft wird

-> Förderung:– WG Zuschuss nach §38a SGB XI

-> regionale Kooperationen: Lokal GBR (Etablierung einer Therapiepraxis im Quartier),  Städtische Kita an der Beverbäke, Lebensimpulse e.V., Rabulo e.V:

-> Preis: Bundeswettbewerb Frauenpreis Rheinlandpfalz 2018, Gewinnerin Kira Nordmann; Thema Vereinbarung Familie und Beruf, Preis für soziale und innovative Dienstplanmodelle, u.a. für die ‚Quartier WG

Die Intensivpflege WGs ‚Quartier NeuDonnerschwee‘ (im Folgenden ‚Quartier WG‘) sind ein innovatives Pflege- und Wohnprojekt für Menschen, die so schwer erkrankt sind, dass sie eine spezielle Krankenbeobachtung, an 24 Stunden pro Tag bedürfen. Die mit den verschiedenen Krankheitsbildern einhergehenden Einschränkungen sind groß, während durch das Projekt Lebensperspektiven geschaffen werden, die den Bewohner_innen alle Möglichkeiten bieten, jene Fähigkeiten, die ihnen erhalten geblieben sind, weiter zu nutzen und das in einem Umfang der größt möglichen Normalität.

Die in einem Dialog ‚auf Augenhöhe‘ aus der Initiative der späteren Bewohner_innen und dem Intensivpflegedienst Immerda entwickelte ‚Quartier WG‘ wird dabei umfassend organisiert und betreut. Das nachhaltig angelegte Projekt ist im Oktober 2015 zeitgleich mit dem Oldenburger ‚Quartier Neudonnerschwee‘ entstanden und war von Anfang an in alle zentralen Fragen der Quartiersentwicklung involviert. Die ‚Quartier WG‘ ist Teil eines umfassenden Akteursnetzwerks in dieser Nachbarschaft. Ein qualitativ bestmögliches Pflegeumfeld mit einer großen Bandbreite an Dienstleistungen qualitativ ausgezeichnete Pflege zu gewährleisten und gleichzeitig die gesellschaftliche Teilhabe und größtmögliche Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen zu stärken sind die zentralen Ziele, die hinter der Pflege-WG stehen. Diese Ziele stimmen hinsichtlich innovativer und inklusiver Konzepte mit denen der Gestaltung des ‚Quartiers Neudonnerschwee‘ auffallend überein.

Aktuelle Termine im Quartier

In Bezug auf das Quartier wird angestrebt, in einem inklusiven Sinn am Zusammenleben teilzuhaben und dieses partizipativ mitzugestalten. Die Stakeholder des Projekts sind neben (1) den Bewohner_innen (2) deren Angehörigen und Bekannte, denen Im Projekt ‚Quartier WG‘ möglichst alle pflegerischen und behördlichen Aufwände genommen werden sollen und denen es durch zahlreiche Angebote möglich sein soll, eine höchstmögliche, qualitativ ausgefüllte Zeit mit den Patienten zu verbringen. Es ist darüber hinaus (3) die Nachbarschaft im Quartier, mit denen an einem für alle Beteiligten gewinnbringendes Zusammenleben gearbeitet wird. Auch (4) die Pflegekräfte, die für die Immerda in der ‚Quartier WG‘ arbeiten, sind wesentlicher Teil des Projekts und ihnen wird von einem verlässlichen Arbeitgeber eine familienfreundliche Arbeitsstruktur geboten.

Das Projekt ‚Quartier WG‘ ist in seiner qualitativen und auf Autonomie zielenden Gestaltung, und seiner Wahrung der Bedürfnisse aller beteiligten Stakeholder schon jetzt ein Best-Practice-Erfolgsmodell, von dem wir uns eine nachhaltige Verankerung im Quartier und eine Ausstrahlung auf kommende Pflegeprojekte erwarten.