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Krankenkassen wollen teuerstes Medikament der Welt nicht bezahlen

2 Millionen Euro pro Patient kostet das Medikament "Zolgensma" zur Behandlung spinaler Muskelatrophie. Krankenkassen wollen das nicht zahlen. Patienten sind verzweifelt. Wer an spinaler Muskelatrophie (SMA) leidet, hat im genetischen Gesundheitslotto Pech gehabt. Nur jeder zehntausendste Mensch erkrankt daran. Für die Betroffenen heißt das: Degenerierung von Nervenzellen, Muskelschwund, Wirbelsäulen- und Brustkorbdeformation und (bei Typ 1) ein furchtbarer Tod. Viele Kinder sterben in den ersten 3 Lebensjahren durch Atemversagen. Zwei Drittel der Kinder sterben vor dem 10. Lebensjahr. Eine schreckliche Krankheit, bei der niemand die Frage stellen sollte, ob man die schnellstmöglichen Behandlungen aus finanziellen Gründen verweigern darf. Seltene und "verwaiste" [...]

Von |2019-12-30T14:52:15+01:0030. 12. 2019|Gesundheitspolitik|0 Kommentare

Diabetes in der Pflege: Die neue Generation halbautomatischer Insulinpumpen

Die Pflege von Diabetes-Patienten wird durch neue Technologien immer komfortabler und sicherer. Nun endlich zugelassen: Halbautomatisch selbstregelnde Insulinpumpen. Für uns war es (wie wohl für alle betroffenen Eltern) ein Schock: Im Alter von 2 Jahren wurde bei unserem Kind Diabetes mellitus (Typ 1) diagnostiziert. Glück im Unglück: Es gibt Insulinpumpen und Sensoren. Noch mehr Glück haben wir, weil wir in Deutschland leben, wo die Krankenkassen die nicht unbeträchtlichen Kosten tragen. Erläuterung für Neueinsteiger: Warum ist Diabetes so gefährlich? Pflegende (Pflegekräfte und Angehörige von Patienten) wissen: Ein gesunder Mensch hat einen Blutzuckerwert, der sich durch vor allem die Produktion des Hormons [...]

Von |2019-11-30T16:28:17+01:0029. 11. 2019|Medizinisches, Pflege, Technik|0 Kommentare

Leben bis zuletzt: Eckart von Hirschhausen im Hospiz

Mit Würde und Lebensfreude, Musik und Erinnerungen, Schmerztherapie und freier Atmung: In Deutschlands rund 250 Hospizen und 1.500 ambulanten Palliativ-Diensten wird nicht nur geweint, hier wird auch gelacht... „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ (Cicely Saunders, Begründerin der modernen Hospizbewegung) Für Betroffene, Angehörige und Pflegende gibt es wohl nichts Herzergreifenderes als das Bewusstsein des bevorstehenden Endes. Im Hospiz und in der ambulanten Palliativ-Betreuung wird gerade deshalb so intensiv gelebt wie wahrscheinlich nirgendwo sonst. Nach der Devise "Akzeptieren, was ist" gehen die meisten Gäste nach 1 bis 2 Wochen mit einem Lächeln. [...]

Lieferengpass: Diese 529 Medikamente sind betroffen (Liste)

Von Ibuprofen bis zu Insulin, Herz- und Krebsmedikamenten: Die Liste nicht kurzfristig lieferbarer Medikamente ist laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf 527 angewachsen. "Nicht kurzfistig lieferbar" bedeutet eine Lieferzeit von mindestens zwei Wochen. Teilweise müssen Patienten auch monatelang, und in einigen Fällen bis zu 2 Jahre (zum Beispiel das Antibiotikum Nifurantin: Oktober 2021) darauf warten. 2019 musste in Deutschland bei 9,3 Millionen Rezepten auf ein anderes Medikament ausgewichen werden, sofern überhaupt eines als Ersatz tauglich war. Krankenhäuser müssen oft rationieren oder versuchen, in Apotheken Restbestände aufzutreiben. Therapien können teilweise erst später beginnen oder müssen unterbrochen werden. Besonders gefährlich [...]

Von |2019-10-18T15:17:36+02:0029. 09. 2019|Gesundheitspolitik|0 Kommentare

Pflichtmitgliedschaft in Pflegekammern – pro und contra

In Niedersachsen ging die bundesweit dritte Pflegekammer mit Pflichtmitgliedschaft für Pflegekräfte an den Start. Was spricht dafür und was dagegen? Nach Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein gibt es nun auch für die über 80.000 Pflegekräfte in Niedersachsen eine Pflegekammer, um deren Interessen zu vertreten. Gleich als Erstes verschickte die Kammer in vielen Fällen Gebührenbescheide über 140 Euro für die ersten 6 Monate. Mit der Petition "Auflösung der Pflegekammer Niedersachsen und Beendigung der Zwangsmitgliedschaften von Pflegekräften" gab es sofort Gegenwind: Knapp 50.947 Pflegekräfte unterschrieben die Petition zur Abschaffung, davon allein 44.198 in Niedersachsen. Die Nordwestzeitung berichtete: "Der Unmut wächst weiter". Eine Krankenschwester klagte [...]

Von |2019-08-31T22:50:06+02:0031. 08. 2019|Pflegeberuf|0 Kommentare

Der erholsamste Urlaub für Pflegekräfte

Kürzer und öfter oder seltener und länger? Strand, Berge oder Städtetrip? Action oder Seele baumeln lassen? Was den erholsamsten Urlaub (nicht nur) für Pflegekräfte ausmacht. Die Pflege gehört zu den Berufen mit dem höchsten Erholungsbedarf. Schichtarbeit sowie die psychische und körperliche Belastung erfordern eine höhere Regeneration als in anderen Berufen. Nun hat zwar jeder Mensch individuelle Urlaubsvorlieben. Aber wenn es um die körperliche Regeneration geht, sind die Gemeinsamkeiten aller Menschen groß. Arbeitspsychologen und der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte teilen ihre Erfahrungen für den erholsamsten Urlaub. Als Intensivpflege-Arbeitgeber runden wir mit unseren Erfahrungen die Urlaubstipps ab: Vor allem für Mütter: [...]

Von |2019-07-14T00:53:41+02:0013. 07. 2019|Pflegeberuf|0 Kommentare

Unbändiger Lebensmut trotz eiserner Lunge

Stell Dir vor: Du bist 6 Jahre alt, und innerhalb von 5 Tagen kannst Du unterhalb des Kopfes nichts mehr bewegen. Schließlich kann Dein Körper nicht einmal selbständig atmen. Um nicht zu ersticken, musst Du für den Rest Deines Lebens in die "eiserne Lunge". In dieser unglaublich belastenden Situation entwickeln viele Patienten einen ungeheuren Lebensmut. Das vielleicht extremste Beispiel für Lebensmut ist Paul Alexander aus Dallas (Texas), der seit 67 Jahren (!) in einer eisernen Lunge liegt, Jura studierte und als Anwalt praktizierte. "Ich wusste nicht, was passiert war. Ich hatte alle möglichen Vorstellungen, als wäre ich gestorben. Ich fragte [...]

Von |2019-06-09T17:29:38+02:009. 06. 2019|Lebensmut, Pflege|0 Kommentare

Arbeitszeiterfassung in Pflegejobs: Das kommt auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu

Die Zeit unbezahlter Überstunden, zu kurzer Pausen und zu langer Arbeitszeiten neigt sich dem Ende zu: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) macht die lückenlose und fälschungssichere Zeiterfassung der Arbeitszeit zur Pflicht. Dienstbeginn, Pausen und Feierabend - Button auf einer App drücken, fertig ist die künftige Zeiterfassung aus Sicht der Pflegekräfte. Am Monatsende erhalten alle Angestellten (nicht nur in der Pflege) per automatischer Email oder als Ausdruck eine Liste der exakt erfassten Arbeitszeiten. Der Stein kam in Spanien ins Rollen: Die Gewerkschaft CCOO verklagte die spanische Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, ein System zur Erfassung der von deren Mitarbeitern geleisteten täglichen Arbeitszeit einzurichten. [...]

Von |2019-06-28T15:00:10+02:0022. 05. 2019|Pflegeberuf|0 Kommentare

Soll eine Pflegekraft Medikamente selbst verordnen dürfen?

Wer kennt das nicht: Die Medikamente von Patienten sind nahezu aufgebraucht. Angehörige müssen bei Ärzten Rezepte ausstellen lassen. Soll eine Plegekraft in solchen Fällen Medikamente verordnen dürfen? Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtete, forderte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates, eine neue Verteilung der Aufgaben im Gesundheitswesen: „Wir möch­ten, dass eine Pflegekraft nicht nur deshalb einen Arzt hinzuziehen muss, weil dessen Unterschrift für die Abrechnung der Leistung mit der Krankenkasse gebraucht wird – obwohl der Arzt den Patienten möglicherweise gar nicht gesehen hat.“ Pro und contra Dafür spricht, dass solche zeitraubenden bürokratischen Routinen überflüssig würden. Pflegekräfte und auch Angehörige würden Zeit [...]

MRSA: Multiresistente Erreger fordern Pflegedienste heraus

ZQP und Charité Studie: Manchen Pflegediensten fehlt der richtige Umgang mit Antibiotika-resistenten Erregern wie MRSA-Bakterien. Fortbildung und Kommunikation mindern das Problem. Viele ambulante Pflegedienste sind mit dem Hygienemanagement bei multiresistenetn Erregern überfordert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) und der Berliner Charité. Nur in jedem zweiten Fall sei eine fachgerechte MRSA-Versorgung gewährleistet. Für die Studie befragte das ZQP bundesweit 656 Mitarbeiter aus 107 Pflegediensten. Bei 29,3 Prozent der Pflegedienste gab es kein festes MRSA-Sanierungsschema. Wo es ein Sanierungsschema gab, wussten 25,6 Prozent der Mitarbeiter nichts davon. Kommunikation und regelmäßige Schulungen wirken [...]

Von |2019-03-23T22:13:11+01:0023. 03. 2019|Pflege, Pflegeberuf|0 Kommentare